Depression

Depressionen entstehen durch frustrierte Erwartungen an das Leben und andere Personen. Diese Frustration muss nicht real sein, sondern kann auch in der inneren Wirklichkeit entstehen, in der individuellen Wahrnehmung und – vor allem - Bewertung einer Situation.

 

 Erwartungen bedeuten in diesem Zusammenhang eine Delegation der Verantwortlichkeit für das eigene Leben und die eigene Lebensführung. Sobald die Verantwortung zurückgenommen wird und die Erwartungen korrigiert werden, verschwindet auch die Depression. Die Depression kann als ein Dämon verstanden werden, der von uns selber in unser Leben eingeladen wird. Er nährt sich durch Schmerz, wird durch Schmerz eingeladen und ist, einmal etabliert, in der Lage, durch Erinnerungs- und Haltungsbilder den ihn nährenden Schmerz immer wieder selber zu verursachen.

 

Der Dämon kann besiegt werden, wenn die Verantwortung – oder anders ausgedrückt: die Zuständigkeit für das verletzte Gebiet – wieder vollumfänglich von uns selber übernommen wird. Dies bedeutet nicht, dass ein schmerzliches Erlebnis vergessen wird, sondern vielmehr, dass ich es als Teil meines Seins, auch in seiner Schmerzhaftigkeit, akzeptiere. Dämonen ergreifen Besitz von nicht vom eigenen Selbst besetzten Räumen, dort, wo die Verantwortung nicht übernommen wird. Wo ICH bin, auch in Schmerz und Trauer, hat der Dämon keinen Platz, bzw. er wandelt sich vom Dämonen zum Helfer.

 

Depression verwandelt sich in Trauer über die Ent-Täuschung, dieses Gefühl ist zwar unbequem, aber letztendlich unser Verbündeter im Kampf gegen die Depression, da sie im Gegensatz zur Depression, die in die Resignation führt, zurück ins Leben geleitet.