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Gitta
Mallasz
("Die Antwort der Engel")
Über die Furcht, das
Leiden und die Schwere
Du bist nie allein.
(15)
Dein Herz kenne keine
Furcht, denn die Furcht ist das Heim des "Flüsterers"! (54)
Angst ist die Zuflucht
der Schwachen. Glaube, so hast Du nichts zu befürchten!
Empfange das Leiden als
einen Boten des Himmels, doch lass ihn weiterziehen, wenn er scheiden
will! (31)
Trägst Du Schweres
leicht, so bist Du auf Deinem Wege. Doch sei nicht oberflächlich!
Du wirst dieses neue
Lächeln nur in der Tiefe des Lebens finden können! (27)
"Viel" ist nur Schein.
Fühlst Du "viel", so irrst Du. Nicht "viel" - nur EINES hast Du zu tun!
(erhebende, darbietende Geste) (32)
Wollen und Wünschen
sind nicht Stufe, sondern Wand (bezogen auf krampfhaftes Streben)
(12)
Über den individuellen
Weg und die Tat
Sei selbständig!
(10) Gehe Deinen eigenen Weg! - alles
andere ist Irrweg. (17) Wenn Du selbst beginnst, erhältst Du Hilfe. (24)
Der Funke entspringt
zwischen Tat und Materie. (25) Deine Arbeit ist Dein Gebet - das Gebet
ist der Flügellosen Flügel. (32)
Fragende sind IHM
lieber als Wissende. (22)
Über das Erwachsensein
Der trennende Schleier
ist das "Gewusste". Es gibt keinen Unterschied zwischen Kindern und
Erwachsenen.
Erkennst Du den Vater,
so wirst Du wieder zum kleinen Kind. Er ist es, der Dich sucht. Lass
Dich finden! (35)
Das Kind spielt - der
Erwachsene erschafft. (14)
Über die Freude
Nur in der Freude bin
ich gegenwärtig. (40) Jede wahre Tat entsteht aus Liebe. (41) Ich gebe
Dir den Schlüssel zur Tiefe. Sein Name ist: die Aufgabe. (46)
Die Grösse des
Hindernisses ist nicht Strafe, sondern Vertrauen. (56) Jede Deiner Taten
tust Du an meiner Statt. Gib Acht! Verunstalte mich nicht! (47)
Über das Reine und das
Verdorbene
Wo Du nicht empfindest,
dort bist Du nicht "heidnisch", dort bist Du verdorben. Das wirf weg!
(51)
Lernst Du das
Verfluchte zu lieben, so findest Du Deinen Platz.
(38)
Alles, was an seinem
rechten Platz ist, ist rein.
(53)
Wenn nichts
Überflüssiges mehr in Dir ist, wirst Du lieben können. (16)
Der Baum trägt Frucht.
Ein guter Baum gute Frucht. Das Stoffliche ist des Guten und Schlechten
unfähig, denn sein Wesen ist Trägheit. (39/40)
Über die Stütze
Stützt Euch auf nichts!
Was Euch sicherste Stütze scheint, wird schwärzeste Leere.
Ergreift die Stütze
nicht, sonst werdet Ihr selbst zu Leere. Nur eine einzige Stütze gibt
es, die nie täuscht. (57)
Über die Lüge
Ein Fels. Im Felsen
mehrere Schichten. Liegt eine schwere Schicht auf einer schwachen, so
gleitet sie.
Die Last drückt und
gleitet, gleitet ständig. Achte auf die schwache Schicht!
Sage nie Unwahres!
Präge es Deinem Herzen ein!
Verabscheue selbst den
Schatten der Lüge!
Ruhen zwei Gewichte
aufeinander, son sind sie die Grundmauer des Domes. Gleiten sie, so sind
sie das Nichts.
Das Wort ist Träger des
Lichts. Wahres Wort hat Gewicht - Unwahres ist gewichtlos. (70/71)
Über die wahre Demut
Beugst Du das Haupt und
fühlst Dich erhoben,
so ist es wahre Demut.
Beugst Du das Haupt und
fühlst Dich erniedrigt,
so ist es falsche
Demut. (59)
Über das Erwachen
Du kannst nur erwachen,
indem Du aufhörst zu träumen.
Jeder Schritt zu IHM
ist ein Erwachen.
Jedes Sein - nicht nur
das Eure - ist nur Traum,
sich lichtend, sich
immer mehr lichtend,
aber dennoch Traum.
Das einzige Erwachen
ist in IHM. (60)
Über das Unnötige und
das Warum
Glaubst Du, dass es
Unnötiges gibt?
Streiche das Wort:
"Warum"!
Sprich nie mehr das
Wort "warum" aus,
erfülle Deine Aufgabe
immer ohne "warum"! (61)
ER hat dich erschaffen,
damit du strahlest. (93)
Über den Durst und das Bitten
Glaube mir, der Becher
wird immer gefüllt,
wenn jemand durstig
ist.
Nicht für den Becher
ist das Wasser da,
sondern für den
Dürstenden.
Nicht auf Befehl bin
ich hier,
Deine Bitte bringt mich
her. (66)
Über den Unsinn der
Tugend und Vorsätzen
Tugend, Güte und gute
Vorsätze
sind nur leere
Tonscherben ohne den Trank.
Dem, der wahrhaftig um
Trank bittet,
dem wir er gegeben!
(68)
Über den Weg, den wir
gekommen sind
Gewicht ist Weg.
Wer gewichtlos ist auf
Erden, ist weglos.
Die Materie, die ihr
auf Euch genommen habt,
ist das Gewicht. (69)
Über die Kraft der
Widerstände
Jede Kraft ist Feind,
wenn Du sie nicht liebst.
Du kannst sie nicht
lieben, wenn Du sie nicht kennst.
Wirst Du aber eins mit
ihr,
so gibt es keinen
Feind. (74)
Über das Dienen
Dienst Du, so bist Du
eins mit IHM und bist frei. (87)
ER betrachtet sich in
uns. Seid also reine Spiegel. (89)
Über die Sünde
Die
Sünde kann nicht vernichtet werden, denn es gibt sie in Wirklichkeit
nicht.
Der Name alles Sünden
ist: das "nicht mehr Gute".
Der Name aller Sünden!
Ihr kann ein Ende
gesetzt werden durch das "noch nicht Gute".
Wo ist das Mass? Wo ist
das Urteil? Beim IHM allein. Er sendet die Sünde, damit ihr sehend
werdet. (89)
Über das
Geheimnis der Schöpfung und den Menschen
Erschaffene Welt - erschaffende Welt.
Zwischen den beiden -
die Kluft.
Gib acht! Du selbst
bist die Brücke.
Nach schöpferischem
Strahlen kannst du dich nicht sehnen, denn es ist dir gegeben, selbst
Brücke zu sein.
Nicht der Wunsch ist
Brücke, sondern der Glaube. (94)
Sieben Stufen. Drei
kennst du. Die vierte glaubst du zu kennen.
Drei sind erschaffene
Welt, drei sind erschaffende Welt.
In der Mitte ist die
Brücke, die nicht Verstand ist.
Auf Stein, Gras und
Pferd folgt nicht der Mensch,
sondern der MENSCH, die Vereinigung der Sieben. (95) |